Was hat Kreativität mit Achtsamkeit zu tun

Wie Kreativität durch Achtsamkeit beeinflusst wird

Was hat Kreativität mit Achtsamkeit zu tun

Liebe Kreativfreunde,

zwei so unterschiedliche, große Worte, mit so viel Inhalt und Bedeutung haben mehr gemeinsam als man zu Anfang vielleicht denken möge. Nachdem ich euch bereits beschrieben habe, was Kreativität für mich bedeutet möchte ich heute die Schnittstelle zur Achtsamkeit aufzeigen.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist eine Fähigkeit des menschlichen Bewusstseins und insbesondere eine besondere Form von vollumfänglicher Aufmerksamkeit für jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment und diese vorurteilsfrei zu registrieren und zuzulassen.

Welche Bedeutung hat die Achtsamkeit für den kreativen Prozess?

Kreativität daneben ist ebenfalls ein situativer Prozess, der aktiv und geistesgegenwärtig entschieden werden muss. Auch hängt er von dem eigenen Wohlbefinden, der Aufgabe, dem umgebenden Raum, der gefühlten und erlebten Energie, den existierenden Gedanken oder ähnliches ab. Von vielen Vertretern verschiedener Kreativitätstechniken wird die Kreativität oft auf kreatives Denken reduziert. Die erlebte Kreativität findet jedoch nicht nur im Denken statt, sondern auch im Fühlen, Wahrnehmen, innerhalb aller Sinnen und Bewegungsmustern. Man braucht also das Werkzeug der Achtsamkeit um kreativ sein zu können. Dies schließt also den Moment mit ein, sich bewusst zu machen sich der Kreativität ohne Bewertung zu öffnen. Erst wenn man sich zur Kreativität entscheidet, kann etwas Neues entdeckt und kreiert werden. Ein bildliches Beispiel ist „Wolkengucken“. Im Park oder beim Zugfahren suche ich immer nach Formen in den Wolken. Ich kann aber nur etwas erkennen wenn ich wirklich genau hinsehe und dann damit spiele. Dafür brauche ich meine Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, weil ich sonst nur Wolken sehen würde. Vielleicht wäre ich mir noch nicht mal der Wolken bewusst, wenn ich in Gedanken vertieft wäre. Manchmal bin ich mir noch nicht mal mehr der Gedanken bewusst, die ich gerade habe, wenn das auch jemand kennt 😀

Ein anderes Beispiel für Achtsamkeit in Kreativität sind optische Täuschungen. Ohne seine Aufmerksamkeit auf die Bilder zu ziehen, sieht man nur das Offensichtliche, nur einen Teil des Bilds oder wie beim Würfel nur 2D Linien. Ziehe ich aber meine Aufmerksamkeit auf das erste Bild, sehe ich die Kreise aber bewegen, ein Flackern als würde ein Video ablaufen beim Zweiten, sowohl ein Gesicht als auch eine Frau von hinten, als auch einen 3D Würfel.

Die Kreativität entfaltet sich quasi als eine Art „Lichtkegel“ innerhalb der Achtsamkeit. Das Neuartige, die Schöpfungsidee, kann also durchaus schon bestehen, wir müssen sie nur beachten. In dem jenigen Augenblick, in dem wir durch unsere Achtsamkeit etwas Neues entdecken, ereignet sich Kreativität, was uns auch als „Aha-Effekt“ bekannt ist. Wir sehen auf einmal etwas nicht mehr als „dieses“ sondern als“jenes„. 

Kreativität ist somit ein Entdecken. Wenn ich an einer Collage arbeite, entwickelt sich die Collage immer weiter, je mehr ich daran bastle. Immer wieder betrachte ich sie von neuem, visualisiere sie, und entwickle sie weiter indem ich meine Aufmerksamkeit auf sie richte und mit meiner Vorstellungskraft spiele. 

Man muss sich also aktiv für die Kreativität entscheiden und seine Achtsamkeit aktivieren, um den kreativen Prozess einleiten zu können. Im Umkehrschluss ist Unachtsamkeit der tot jeglicher Kreativität. Dazu gehören routiniertes Denken, Fühlen und Handeln. Quasi der Stand-By Modus, den man bei solchen Momenten fährt. Oder wart zum Beispiel schon mal beim Zähneputzen, Schuhe zubinden oder Türe zuschließen kreativ ohne sich des Prozesses der Aufgabe wirklich bewusst zu machen? Wir müssen um kreativ zu sein also Routinen durchbrechen, die dafür da sind unsere Gehirnsaftkapazität zu sparen, 
Ebenfalls sind limitierende und negative Gedanken kontraproduktiv für die Kreativität, weil sie die Aufmerksam auf etwas anderes richten. Wenn man also vor seinem Bild sitzt und denkt „das wird eh kacke, weil ich nicht malen kann“, kann man sich nicht auf das was da ist konzentrieren und blockiert damit seine Kreativität. Deswegen wirkt Kreativität auch so entspannend und meditativ, weil man den Kopf frei macht 🙂

In Momenten der vollen Achtsamkeit finden wir somit andere kreative Lösungen für mögliche Problemstellungen, wie z.B. eine neue Art von Schlaufe beim Schuhe binden, ein neues Kunstwerk, wir sehen Bilder in Wolken, Gesichter in Bäumen oder Steinen oder können Raum in einer 2D Darstellung erzeugen. 

In welchen Momenten des Alltags aktiviert ihr eure Achtsamkeit für den kreativen Prozess? 

Pure Love, 

Mascha

 

Was ist Kreativität

Was ist Kreativität?

Liebe Kreativfreunde, 

das Wort Kreativität begegnet uns im Alltag, auf der Arbeit und sonst auch überall. Ein sehr allgegenwärtiger und generischer Begriff, der inflationär eigentlich für alles verwendet wird, was in irgendeiner Form neu und anders ist, was für jeden einzelnen ja auch eine sehr individuelle Einschätzung ist, sofern man nicht von einer gesellschaftlich definierten Norm spricht. Ein Freund, der ein Talent fürs Malen hat, ein Freundin, die eine super Geschichtenerzählerin ist, oder deine Nachbarin, die an ihrer Haustüre selbstgebastelte Sachen hängen hat. Alle drei würden im Normalfall wahrscheinlich von ihrem Umfeld zu hören bekommen, sie seien kreativ. 

…Aber was genau sagt Kreativität eigentlich aus? Was ist Kreativität überhaupt? Ab wann ist etwas kreativ? Und wer beurteilt das und darf das überhaupt beurteilen? 

Kreativität kommt vom latainischen Begriff creare, das so viel wie etwas neu schöpfen, etwas erfinden, etwas erzeugen bedeutet.

In unserer Gesellschaft unterteilt sich Kreativität in die alltägliche Kreativität und die außergewöhnliche Kreativität.

Kreativität wird dann als außergewöhnlich eingestuft, wenn sie sich in irgendeiner Weise auch als nützlich für andere erweist, wie z.B. bei der Erfindung der Glühbirne. Somit ist Edison außergewöhnlich kreativ, da er aus dem Problem der Dunkelheit eine Lösung gefunden hat.

Bei außergewöhnlicher Kreativität geht es also um die Bewertung durch andere Menschen, also die Frage, wie der Einzelne von außen über seine Kreativität und die dadurch entstehenden Problemlösungsfähigkeit bewertet wird. Der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi (der viel im Bereich Kreativität geforscht hat, #Buchempfehlung!!) geht in seinem Buch Flow und Kreativität davon aus, dass außergewöhnliche Kreativität also nie aus sich aus besteht (bzw. im Kopf des Kreativen), sondern immer nur in einem System stattfinden kann, in dem folgende Elemente miteinander interagieren:

– Kultur, die symbolische Regeln umfasst, also unsere Gesellschaft
– einer Einzelperson, die etwas Neues in die Gesellschaft mit einbringt
– und einem Feld von Experten, die diese Innovation anerkennen und bestätigen.

Außergewöhnliche Kreativität spielt sich also stark im Erfinderbereich, Naturwissenschaften, Physik und ähnliches ab. In diese Kategorie werden Köpfe wie Einstein und Da Vinci eingeschlossen.

Bei der alltäglichen Kreativität hingegen geht es um den Nutzen für den Kreativen selbst, z. B. eigene Probleme zu lösen, sich auszuleben und Ausdruck zu verschaffen oder auch um negative Erfahrungen zu verarbeiten. Es steht in dieser Form der Kreativität also das eigene kreative Erleben im Vordergrund. Gott seis gedankt, Kreativität steht also nicht nur den Genies zur Verfügung, sondern jedem einzelnen von uns – danke Universum! 

Jeder von uns kann kreativ sein und sich kreativ ausleben! Kreativität in die Schublade der Gene zu stecken ist nämlich nichts weiter als ein weit verbreiteter Irrtum! Die Kreativitätsforschung hat herausgefunden, dass eine der Eigenschaften, die zu kreativen Leistungen führt nicht ein angeborenes Gut ist, sondern einfach nur die Überzeugung sie erbringen zu können. Wer also von sich selbst denkt kreativ zu sein, wird es auch! Am Ende ist es wie so oft einfach das eigene Mindset! Wie Henry Fort schon sagte: „Ob du glaubst du schaffst es oder nicht, du wirst immer Recht behalten!“

Genauso wenig wie man Einstein mit Picasso in punkto „wer ist kreativer“ vergleichen kann, sollte man sich genauso wenig mit anderen vergleichen bzw. irgendwelche Leute zwischen einander! Man vergleicht schließlich auch nicht Fische mit Affen, wer höher von ihnen auf einen Baum klettern kann. In der alltäglichen Kreativität geht es auch einfach nicht um das Bewerten und Vergleichen. Es geht auch nicht um das Ergebnis, weil das ohnehin immer subjektiv ist. Es geht einfach und schlichtweg um den eigenen Prozess und wer man währenddessen wird. 

Ich finde beispielsweise Leute mit einem eigenen, authentischen Kleidungsstil kreativ. Muss ja nicht mein Geschmack sein oder ich muss das ja nicht anziehen. Aber allein schon die Idee und den Menschen hinter einer kreativen Aktion zu sehen finde ich SO COOL und aufregend und inspirierend. Deine Nachbarin mit der gebastelten Türdeko, oder deine Freundin, die so toll Geschichte erzählen kann, das sind alles kreative Leistungen in deinem Umfeld. In der alltäglichen Kreativität geht es nur um die Phantasie und eine Interpretation einer gewissen „Problem“lösung. 

Und ich finde mit dem Mindset, kann man noch mal als Kind durch die Welt gehen und alles um einen herum neu entdecken. Sucht nach kleinen kreativen Lösungen von Menschen. Sie werden euer Leben bunter machen! Und wenn ihr die Möglichkeit habt mit den Menschen zu reden, dann fragt sie, wie sie darauf gekommen sind. Ich verspreche euch, ihr werdet so witzige und interessante Ansätze von ihnen hören, die euch mit Sicherheit auch inspirieren werden! 

In dem Sinne…

DIE KREATIVITÄT DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR! LET’S GET CREATIVE! LETZDODIZ! aaaaaand make it happen! 

❤

Ich schicke euch nichts als PURE LOVE! 

Eure

Mascha